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Autor: Pille / Andreas
Hier habe ich mein Test von Ladegeräten dokumentiert.
Dabei geht es zwar um eine Motorradbatterie aber für ein Auto gilt ansich das gleiche, die Ampere sind etwas höher und somit die Ladedauer.
Das zweite Ladegerät war damals von Berner und soll auch nur zeigen was ein besseres Ladegerät alles kann, die Mehrkosten dafür hat man schnell raus wenn man mehrere Batterien hat.
Weiter habe ich festgestellt das gerade beim C20LET vor allem wenn er mit Softwaretuning versehen ist, eine halbvolle Batterie zu recht merkwürdigen Fehlern führen kann, wie zum Beispiel Aussetzer beim beschleunigen.
Also halbvolle Batterien (12,25 Volt) sollten auf jedenfall geladen werden und im Kurzstreckenverkehr regelmässig kontrollieren.
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Test Batterieladegerät BHFL 16Ampere / 6Volt / 12 Volt (24 Volt)
Testobjekt eine 12 Volt 14 Ah (Ampere/Stunde) Blei-Säure-Batterie (Flüssigbatterie)
Die 7 Jahre alte Batterie war bis vor einem halben Jahr im Motorrad eingebaut.
Im Winter wurde das Akku öfters überbrückt nach dem sie sich entladen hatte und durch die Bewegung beim Motorradfahren (Elektrolyt bedeckt nicht immer ganz die Bleiblatten)
so wie Selbstentladung (Ruhestrom und natürliche Selbstentladung bei Lagerung)
war sie stark sulfatiert (Hartes Bleikristall setzt sich am Batterieboden ab)
Die Batterie ist zu alt und hat zu viele Zyklen (Entladungen, Überbrückung usw.) gehabt um für den weiteren Betrieb verwendet zu werden.
Die Bleisäurebatterie hat noch knapp 9 Volt Spannung.
Bei einem Versuch das Motorrad mit der Batterie zu starten reicht es gerade mal für ein glimmen der Zündungsleuchte.
Info in Kurzform
Volt ist gleich die Spannung der Batterie, also hier 12 Volt Gleichstrom.
Mit der Nutzung des Akkus nimmt die Spannung ab.
Ampere Stunde ist die Stromstärke in einer bestimmten Zeit, hier 14 Ampere in einer Stunde oder 1 Ampere in 14 Stunden, je nach dem was gebraucht wird.
Watt ist gleich die Leistung Volt x Ampere also 12 x 14 = 168 Watt
Erster Test mit einem Einhell AFN 10 Ladegerät für Bleiakkus bis 80 Ah.
Das Gerät hat einen analogen Amperemeter (Anzeige für momentanen Ladestrom),
Verpolungs- u. Überlastungsschutz. Der Ladevorgang muss nicht überwacht werden.
Max. Ladestrom 10 A, Ladespannung 14,1 Volt, somit ist eine Überladung ausgeschlossen.
Das Gerät hat etwa 40,- € gekostet.
Bei der ausgebauten Batterie wurden zur Vorsicht alle Zellverschlüsse geöffnet um mögliches Knallgas beim dem Ladevorgang entweichen zu lassen. Ebenfalls etwas destilliertes Wasser nachgefüllt soweit notwendig. Die Raum- Batterietemperatur lag etwa bei 18° Grad.
Beim Anschluss des Ladegerätes sollte man zur Sicherheit folgende Reihenfolge beachten.
Erst den Pluspol, dann den Minuspol anklemmen, Ladegerät mit dem Stromnetz verbinden und Einschalter betätigen, abklemmen in umgekehrter Reihenfolge.
Gerade beim Reaktivieren der Batterie entsteht viel Knallgas und die Explosionsgefahr ist bei Funkenbildung entsprechend groß.
Die Ladspannung wurde mit einem Multimeter kontrolliert, 14,1 Volt mit Schwankungen +/- 0,4 Volt.
Idealerweise sollte der Ladestrom ein Zehntel der Batteriekapazität betragen, also hier 1,4 Ampere (keine Schnellaufladung)
Die Ampereanzeige lag zunächst bei über 3 Ampere Ladestrom und nach vier Stunden immer noch knapp unter 1 Ampere. Ein weiteres Aufladen über Nacht brachte keine Veränderung, immer noch knapp 1 Ampere Ladestrom.
Nach ca. 20 Stunden wurde das Ladegerät abgeklemmt. Dann die Batterie noch etwa zwei Stunden stehen gelassen, damit sich das Elektrolyt (bei aufgeladener Batterie ca. 33% Schwefelsäure Anteil) beruhigt und eine genaue Messung gemacht werden kann. Die erste Messung zeigte 11,8 Volt und nach einer weiteren Stunde 11, 1 Volt. Die Batterie war also weiterhin leer und konnte die Spannung nicht mehr halten.
Eine 12 Volt Batterie hat sechs Zellen die jeweils 2,12 Volt haben sollten, das heißt eine volle Batterie hat mind. 12,65 – 12,72 Volt (Säuredichte 1,28 kg/dm³)
Sind nur noch 12,25 Volt messbar ist die Batterie halb leer,
bei 11,9 Volt (Säuredichte 1,10 kg/dm³) so gut wie leer.
Bei dieser Batterie ist der Unterschied zwischen 12,65 V voll und 11,9 V leer über 10 Watt Differenz
Bei z.B. minus 20 Grad halbiert sich die Batteriekapazität, das Motoröl ist zäh, der Starter benötig entsprechend mehr Leistung. Mit einer Batterie die gerade noch 12 Volt hat braucht man keinen Startversuch machen, es muss dringend die Batterie aufgeladen werden.
Mal davon abgesehen kann eine Batterie mit unter 12,25 Volt bei modernen Fahrzeugen zu unterschiedlichen Fehlern führen.
Das wird meistens nicht von den Fahrzeugherstellern dokumentiert und stellt so manche Werkstatt vor Rätsel, da meist die Zusammenhänge nicht erkennbar sind.
Oft lässt sich der Fehler nicht ohne weiteres reproduzieren oder tritt nur unter bestimmten Lastzuständen auf. Die Fehler liegen nicht selten in der Spannungsversorgung diverser Steuergeräte oder dem Hauptsteuergerät. Eine Fehlermeldung erfolgt meist nicht, da ja noch immer Spannung vorhanden ist bzw. der Fehler als solcher nicht erkannt wird.
Selten wird man die Ursache in einer immer nur halbvollen Batterie suchen.
Eine Batterie die durch Kurzstrecken, seltenen Betrieb, hohem Alter nicht mehr voll geladen wird, sollte mit einem Ladegerät regelmäßig gewartet werden, damit mögliche Fehler nicht auftauchen und sich die Lebensdauer der Batterie deutlich erhöht
Unter 12,05 Volt sollten Batterien nie betrieben werden.
Zweiter Test mit dem BHFL 16 für Akkus bis 300 Ampere
Ausgangsbasis wieder knapp 9 Volt Spannung in der Batterie bei ca. 18° Grad Batterietemperatur
Pluspol, Minuspol anklemmen, Stecker in die Dose und Gerät einschalten.
Die Taste „Reaktivierung“ drücken (nur bei Bleisäureakkus möglich)
Die Reaktivierungsspannung beträgt 15,6 Volt
Nach kurzer Zeit konnte man hören und sehen wie Blasen aufsteigen, dadurch werden die sulfatierten Bleikristalle wieder aktiviert. Allerdings entstehen auch Gase, also immer die Verschlüsse öffnen. Da Glas-Vlies (AGM) und Gel-Batterien nur ein Überdruckventil haben währe das nicht ganz ungefährlich und man könnte auch nur schwer das dadurch verbrauchte Elektrolyt mit destilliertem Wasser nachfüllen.
Ebenfalls sollte der Reaktivierungsvorgang auch nur mit einer ausgebauten Batterie erfolgen, die hohe Ladespannung kann die empfindliche Fahrzeugelektronik erheblich beschädigen und das entstehende Gas kann durch einen Funken explodieren.
Nach ca. 4 Stunden war kaum noch Sulfat im unteren Teil der Batterie zu sehen.
Das Ladegerät wurde ausgeschaltet, fehlendes Elektrolyt mit destilliertem Wasser ergänzt.
Das Ladegerät wieder einschalten und per Wähltaste auf 12 Volt und 2 A einstellen, der Ladevorgang beginnt.
Die Ladespannung wird mit 14,4 Volt gemessen, mit geringen Schwankungen +/- 0,1 Volt.
Die gleichmäßige Spannung mit kleinen Schwankungen erwärmt die Batterie wesentlich geringer als der Ladevorgang mit dem Einhellgerät, das bedeutet auch deutlich weniger Batterieverschleiß.
Nach ca. 5 Stunden ist die Anzeige auf Erhaltungsladung gesprungen und es wurden noch 13,5 Volt Erhaltungsspannung gemessen.
Also Netzstecker raus, Batterie abgeklemmt und etwa 2 Stunden gewartet. Die Messung der Spannung ergab 12,8 Volt und nach einer weiteren Stunde noch 12,3 Volt.
Also weiterhin etwas Spannungsverlust aber weit geringer als zuvor und auf einer höheren Kapazitätsstufe.
Noch einmal das Ladegerät anschließen und den Ladevorgang starten, nach ca. 4 Stunden und langsam sinkendem Ladespannung springt der Lader wieder auf Erhaltungsladung um.
Mehrere Messungen über einen längeren Zeitraum haben eine konstante Spannung von 12,51 Volt angezeigt.
Jetzt war nur noch die Frage zu klären ob auch genug Batterieleistung da ist und die Batterie nach einem Startvorgang nicht unter 8 Volt fällt ohne sich wieder zu erholen.
Das Bleisäureakku wurde wieder in das Motorrad eingebaut und bei unter 10 Grad Außentemperatur mehrer Startversuche gemacht (Belastungstest)
Auch über mehrere Tage bei niedrigen Temperaturen funktioniert die Batterie ohne Mangel.
Sie wird sicher noch ein bis zwei Jahre ihren Dienst tun. Eigentlich sollte die Batterie längst beim Entsorger sein aber mit dem richtigen Ladegerät konnte man noch mal etwas rausholen.
Serie geschaltete Batterien (24 Volt)
Batterien werden in Serie geschaltet, um die nutzbare Spannung zu erhöhen. D.h. der Pluspol der einen Batterie wird mit dem Minuspol der anderen Batterie verbunden.
Wurden die Batterien schon in der Serieschaltung entladen, können diese auch wieder in Serie geladen werden. Es dürfen jedoch nur Batterien mit gleicher Kapazität in mit gleichem Alter in Serie geschaltet werden. Es sollten auch nie Batterien in Serie geschaltet werden, welche nicht gleich stark geladen sind. Die Batterien sind vor der Serieschaltung immer einzeln (oder parallel) zu laden. Bei der Serieschaltung verdoppelt sich nur die Spannung. Die Kapazität bleibt die gleiche.
Wenn z.B. zwei 12V Batterien mit je 20Ah in Serie geschaltet werden, so hat man ein Batteriesystem mit 24V, jedoch immer noch mit 20Ah.
Da die für 12Volt günstigeren Ladegeräte in einer größeren Vielfalt erhältlich sind, kommt man in die Versuchung, die Batterien für die Ladung parallel zu schalten.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies moderne Ladegeräte aus dem Konzept bringen und sich mit der Zeit unterschiedlichen Ladezustände einstellen können. Es ist deshalb zu empfehlen, bei Entladung in Serie geschaltete Batterien auch in Serie oder einzeln zu laden.
Bei dem BHFL 16 muss immer eine getrennte Ladung erfolgen, so ist sichergestellt das beide Batterien gleich voll sind, zum anderen konnte sowieso kein Ladestrom von über 24 Volt gemessen werden, was ja notwendig währe.
Derzeitiger Marktpreis des Mawek HFL 16 319,- € bis 370,- € inkl. Mwst.
Das gleich gilt natürlich für PKW Batterien, wobei die Leistung des Ladegerätes dann etwas höher sein wird, bzw. sich automatisch mit höheren Ladestrom (Ampere) anpasst.
Die Elektronik des Calibra, vor allem beim C20LET ist sehr sensibel und benötigt immer genug Dauerstrom, wie er im Betrieb nicht vom Generator gewährleistet werden kann, deswegen ist ein möglichst volle Batterie sehr ratsam.
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